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Erhebung zu besonders schutzbedürftigen Geflüchteten in acht Berliner Unterkünften

Der Bericht enthält die Ergebnisse einer 2025 durchgeführten Erhebung zu besonders schutzbedürftigen Geflüchteten in acht Berliner Unterkünften. Die Daten zeigen einen hohen Anteil vulnerabler Bewohner:innen sowie Defizite bei Unterbringung und Gesundheitsversorgung. Besonders häufig betroffen waren Minderjährige, alleinreisende Frauen und Alleinerziehende. Der Bericht enthält zudem Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Versorgungssituation.

Im Jahr 2025 führte das Berliner Netzwerk für besonders schutzbedürftige geflüchtete Menschen (BNS) eine Erhebung zu besonders schutzbedürftigen Geflüchteten in acht Berliner Unterkünften durch. Insgesamt wurden Daten zu 1.581 Bewohner:innen ausgewertet. Die Untersuchung zeigt einen hohen Anteil besonders schutzbedürftiger Bewohner:innen sowie erhebliche Herausforderungen bei Unterbringung und Versorgung.

In den befragten Unterkünften lag der Anteil besonders schutzbedürftiger Geflüchteter bei insgesamt 61 %. In einzelnen Unterkünften betrug der Anteil sogar nahezu 90 %.

Besonders häufig erfasst wurden:

  • Minderjährige
  • alleinreisende Frauen
  • Alleinerziehende
  • Menschen mit psychischen Erkrankungen

Darüber hinaus wurden Schutzbedarfe im Zusammenhang mit Menschen mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen, Schwangerschaft oder Gewalterfahrungen dokumentiert.

Abbildung 1: Gesamtanteil besonders Schutzbedürftige  und Schutzbedarfs-formen in den 8 befragten Unterkünften

Herausforderungen bei Unterbringung und Versorgung

Die Unterkünfte berichteten von erheblichen Defiziten bei der Versorgung besonders schutzbedürftiger Bewohner:innen. Genannt wurden unter anderem:

  • mangelnde Barrierefreiheit
  • nicht bedarfsgerechtes Essen
  • unzureichende bauliche Bedingungen
  • mangelnder Schutz der Bewohner:innen
  • nicht bedarfsgerechte Unterbringung von Menschen mit psychischen Erkrankungen
  • eingeschränkter Zugang zu psychotherapeutischer und medizinischer Versorgung

Identifizierung von Schutzbedarfen

Die Erhebung zeigt außerdem Herausforderungen bei der frühzeitigen Identifizierung von Schutzbedarfen. Insbesondere psychische Erkrankungen, Gewalterfahrungen oder queere Identitäten bleiben häufig unerkannt oder werden erst spät thematisiert.

Als Ursachen nannten die Unterkünfte unter anderem fehlende Ressourcen, mangelnde Sprachmittlung und fehlendes Vertrauen der Betroffenen.

Abbildung 2: Gesamtanteil schutzbedürftige Bewohnende je Unterkunft

Handlungsempfehlungen

Der Bericht enthält zudem Empfehlungen zur Verbesserung der Versorgungssituation in Berlin. Dazu gehören der Ausbau bedarfsgerechter Unterbringung, Verbesserung des Zugangs zu Fachberatungen und Angeboten sowie ein verbesserter Zugang zur Gesundheitsversorgung.


Der vollständige Bericht steht hier als PDF zum Download bereit:

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