Im Jahr 2025 wurden in den BNS-Fachstellen insgesamt 2.108 Personen beraten, davon wurden rund 89 % zum ersten Mal. Insgesamt fanden 6.824 Beratungen statt – persönlich, telefonisch oder schriftlich.
Bei 1.977 Klient:innen wurde eine besondere Schutzbedürftigkeit festgestellt. Das entspricht 94 % aller beratenen Personen. Durchschnittlich wurden 1,5 Schutzbedarfe pro Person erfasst. Bei mindestens einem Vietzzrtel der Klient:innen lagen multiple Schutzbedarfe vor.
Schutzbedarfe der Klient:innen
Die größte Gruppe bildeten Minderjährige sowie junge Volljährige. Weitere häufig erfasste Schutzbedarfe waren psychische Erkrankungen, Betroffenheit von schwerer Gewalt sowie Behinderungen
Zentrale Versorgungsbedarfe
Insgesamt wurden 4.805 Bedarfe bei den Klient:innen identifiziert. Fachstellenübergreifend zeigte sich der häufigste Unterstützungsbedarf weiterhin im Bereich der bedarfsgerechten Unterbringung – mehr als die Hälfte der Klient:innen wurde hierzu beraten.
Weitere wichtige Beratungsthemen waren:
- allgemeine leistungsrechtliche Fragen, insbes. fehlende Leistungen oder fehlende Krankenversicherung
- psychologische, psychotherapeutische und/oder psychiatrische Versorgung
- behinderungs- und krankheitsbezogene Bedarfe
- familienbezogene Bedarfe
- Bildung und Arbeit
Bedarfsgerechte Unterbringung bleibt zentrales Thema
Der Bedarf nach passender Unterbringung ist seit 2021 kontinuierlich angestiegen. 2025 bezogen sich Beratungen unter anderem auf den Auszug aus Not- und Großunterkünften, Ruhebedarf/Einzelzimmer, barrierefreie Unterbringung, eigene Sanitärbereiche, kindgerechte Unterbringung, geschützte Unterbringung sowie Kochmöglichkeiten.
Politische und strukturelle Arbeit
Neben der Einzelfallberatung setzte sich das BNS auf struktureller Ebene für Verbesserungen der Aufnahmesituation besonders schutzbedürftiger geflüchteter Menschen in Berlin ein. Schwerpunkte waren unter anderem bedarfsgerechte Unterbringung, Beschulung von Minderjährigen, Flucht und Behinderung, Situation geflüchteter Frauen, Zugang zur Gesundheitsversorgung und Leistungskürzungen sowie die Umsetzung der GEAS-Reform in Berlin.
Der vollständige Bericht steht hier als PDF zum Download bereit:

