Daten und Analysen

Wie ist die Situation von besonders schutzbedürftigen geflüchteten Menschen in Berlin? Welche Bedarfe haben sie und wie / inwiefern werden diese Bedarfe durch die Regelversorgung in Berlin gedeckt?

Um hierauf Antworten zu finden erheben wir qualitative und quantitative Daten zur Versorgungssituation besonders schutzbedürftiger geflüchteter Menschen in Berlin. Ziel ist es, u.a. die Daten aus der Fachstellenarbeit zu nutzen, um die Bedarfe und Versorgungslagen zu analysieren sowie Zugangshürden und Versorgungslücken festzustellen.

Die Ergebnisse fließen in die politischen Forderungen des Netzwerks mit ein und unterstreichen die Notwendigkeit verbesserter Versorgungsstrukturen in Berlin. Wir unterstützen Entscheidungsträger:innen dabei, auf aktuelle Ereignisse angemessen zu reagieren und fachlich-fundierte Maßnahmen zu ergreifen.

Auf den folgenden Seiten stellen wir zukünftig der Öffentlichkeit Daten und Dokumente über unsere Arbeit zur Verfügung. Bei Fragen oder bei Interesse an einer Kooperation, melden Sie sich gerne bei uns.

Zahlen & Daten 2020:

Im Jahr 2020 wurden in den Fachstellen 1337 Klient:innen beraten und insgesamt 1.670 Schutzbedürftigkeiten identifiziert. Die durchschnittliche Anzahl an erfassten Schutzbedarfen pro Klient:in beträgt somit 1,2, Somit zeigte sich, dass die Klient:Innen oft multiple Schutzbedürftigkeiten haben (z.B. ein Kind, das traumatisiert ist). Ähnlich zeigte sich auch, dass die Klient:innen oft mehrere Bedarfe in Zusammenhang mit ihrer Schutzbedürftigkeit haben: So wurden in 2020 insgesamt 3.568 Bedarfe bei den Klient:Innen festgestellt. Die Bedarfe können u.a. die Durchführung des Asylverfahrens, die Unterbringung, die Gesundheitsversorgung, psychotherapeutische / psychiatrische Versorgung, Leistungen im Kontext von Behinderungen, kinder- und jugendrechtliche Bedürfnisse, schwangerschaftsbezogene Versorgungsbedürfnisse oder geschlechtsspezifische Themen betreffen. Die durchschnittliche Anzahl an Bedarfen pro Klient:in lag bei 2,7.

Zahlen & Daten 2021:

Im Jahr 2021 wurden in den Fachstellen insgesamt 2154 Schutzbedürftigkeiten bei 1615 Projektbegünstigten identifiziert. Die durchschnittliche Anzahl beträgt somit 1,3 erfasste Schutzbedarfe pro Klient:in. Kombinationen von Schutzbedarfen, die 2021 im BNS oft festgestellt wurden, sind beispielsweise minderjährige Kinder, die eine Behinderung aufweisen; Gewaltbetroffenheit geht oft mit einer psychischen Belastung einher. Teilweise liegen auch 3 oder mehr Schutzbedarfe bei einer Person vor. Es wurden zudem insgesamt 4056 Bedarfe bei den Klient:Innen festgestellt, dies entspricht durchschnittlich 3,2 Bedarfen pro Klient:in. Somit setzte sich hier die Tendenz von 2020 von mehreren Bedarfen pro Klient:in fort.

Kontakt:

Elena Litzmann

Koordinatorin für Datenmanagement

E-Mail: e.litzmann@ueberleben.org 

Telefonnummer:  +49 1590 617 2453


Gefördert von:

UNO Flüchtlingshilfe

Senatsverwaltung f&uumlr Integration, Arbeit und Soziales